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Hallo, mein Name ist Fryderyk.  
Mit dem "Tattoovirus" infiziert wurde ich im zarten Alter von 6 Jahren (also 1979). Damals sah ich auf dem Unterarm eines Koches zum ersten mal ein Tattoo aus der Nähe und wusste sofort: Ich will auch sowas haben (Sehr zur Freude meiner Mutter *Achtung Ironie*)!
 
Bis ich dann meine erste Farbe in die Haut bekam vergingen aber noch 12 Jahre, da meine Mutter meinte: (Zitat)"Das kannst Du mit 18 machen, vorher ziehst Du aber daheim aus, dann muss ichs mir nicht ansehen." Bis es soweit war, wechselte ich oft meine Motivvorstellungen. Was sollte ich mal auf meinem linken Oberarm tragen? (zuerst einen Totenkopf, dann eine Fledermaus, dann eine Gitarre...) Mit 18 war ich gerade mit der Schule fertig (FOS Augsburg - Gestaltung - Fachabi) und machte mich auf die Suche nach einem "günstigen" Tätowierer. Dabei geriet ich unter die Nadel eines "Künstlers", der allen Anschein nach noch nix von Hygiene oder Infektionswegen gehört hatte. Ich brach damals die Sitzung ab als ich diesen Umstand bemerkte.Aber ich hatte Glück was meine Gesundheit betraf, nicht so sehr was mein Tattoo anging.
 
Meine Mutter, welche ein eigenes Kosmetikstudio hatte stellte mir ihre Permanent Make-up-Maschine zur Verfügung, damit ich mir selbst das Tattoo fertigstechen konnte.Sie war es auch die mir vorschlug (neben meiner Lehre als Zahntechniker, sozusagen als 2. Standbein) das Tätowieren zu erlernen.
 
Ich fing an mit Biotattoos (habe dafür einen Lehrgang besucht), merkte allerdings schnell, daß die Dinger nicht funktionieren. Und dann wählte ich einen Weg, den ich heute nicht mehr gehen würde! Ich besorgte mir eine Tattoomaschine und brachte mir das Tätowieren selber bei, indem ich auf Freunden und Bekannten übte, was ein langer, steiniger und harter Weg ist um Tätowierer zu werden.
 
Ich kann nur jedem der Tätowierer werden möchte empfehlen (in seinem eigenen Interesse und dem seiner Freunde) ein Lehre in einem Tattoostudio zu machen. Der einzige, der mir den ein oder anderen Tip gegeben hat (nachdem ich ihn fast zu Tode genervt habe) war Besen (von Wild at Heart - München) nicht ohne jedesmal zu sagen: "Mach ne Lehre!".
 
An dieser Stelle ein dickes DANKE!!!
 
Fryderyk